Lehm auf Platten

Vorbehandlung entsprechend der folgenden Tabelle:

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Grundsätzlich werden trockene tragfähige Untergründe vorausgesetzt . Es ist speziell hier bei nicht saugenden Untergründen auf schnellstmögliche Trocknung zu achten. Anderfalls besteht gerade bei Gipskartonplatten und Schilfrohr das Risiko von Schimmelpilzbildung, bzw. selbst bei normal verzinkten Metall wie Rippenstreckmetall oder die Schilfrohrbinder das Risiko von Rostbildung. Bei Auftragsstärken von mehr als 5 mm sollte die Mineralhaftbrücke waagerecht aufgezahnt oder rauh vorgespritzt werden. Geringere Auftragsstärken erfordern lediglich den einmaligen satten Anstrich des Putzgrundes. Beide Grundierungen binden irreversibel ab und sind im ausgetrockneten Zustand lediglich mechanisch entfernbar. Bei einem Ausgleichsputz auf nicht saugenden Untergründen, der zu oft abgezogen oder bewegt wird, kann es bei zu langsamer Trocknung und nicht vorhandener Armierung zu einem "Hängeriss" kommen. Dies stellt technisch keinen Mangel dar, da Lehmputz thixotrop ist. Nach Austrocknung den Riss öffnen, Flanken befeuchten und Riss wieder schließen. Der Einsatz von Wasserglas zur Haftverbesserung sollte nur im ersten Arbeitsschritt erfolgen, da immer mit unkontrollierbarer Fleckenbildung gerechnet werden muss. Gipskartonplatten neigen bei Auftragsstärken von mehr als 5mm zum aushängen, so das im ausgetrocknetem Zustand eine langwellige Oberfläche entsteht. Hier ist zweilagig zu arbeiten und auf den Plattenstößen Gewebe einzulegen. Durchschlagende fleckenbildene Untergründe sind notfalls zu begradigen und im Anschluss mit Rapido-Sperrgrund zu dichten. Alternativ dazu kann mechanisch mittels Einlegen einer Folie und darauf liegenden Putzträgers der Untergrund entkoppelt und somit das Durchschlagen verhindert werden.

Während der gesamten Verarbeitung und Austrocknungszeit müssen der Untergrund sowie die Umgebung frostfrei sein. Die Hinweise dieses Merkblattes dienen der technischen Hilfestellung. Sie ersetzen nicht, die in jedem Einzelfall vom Anwender vorzunehmende Prüfung auf Eignung von Produkt und Untergrund. Mit Erscheinen eines neuen Technischen Merkblattes, verliert dieses seine Gültigkeit.